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Resümee

26. Woche junger Schauspieler*innen (13.-18.6.2021) – es wurde gestreamt, gelikt, und gechattet was das Zeug hielt.

Erstmals fand das Festival digital mit einem Live-Stream im Netz auf unter www.darstellendekeunste.de und www.wojuschau.de statt. Trotz Terminverschiebung vom Frühjahr in den Sommer war es corona-bedingt nicht möglich, die 5 ausgewählten Inszenierungen mit Live-Gastspielen nach Bensheim zu holen.
In Kooperation mit der Plattform Spectyou wurden die Stücke gestreamt und konnten 24h on Demand dem Publikum zur Verfügung gestellt werden. Alle eingeladenen Inszenierungen hatten aus diesem Anlass in eine filmische Fassung investiert, die z.T. von herausragender Qualität war. Nachgespräche mit den Teams führten die Jurymitglieder per Zoom, an denen sich Zuschauer über einen Chat beteiligen konnten. Es war ein konzentrierter und inhaltlich intensiver Austausch, trotz digitaler Distanz.
Aufgrund der mangelnden Vergleichbarkeit der digitalen Produktionen und der schwierigen Situation der Schauspieler*innen im Pandemiejahr, entschieden sich die Veranstalter, den diesjährigen „Günther-Rühle-Preis“ in einen Solidarpreis umzuwandeln, der an alle Schauspieler*innen zu gleichen Teilen geht. Dies wurde möglich durch die Erhöhung des Preisgeldes von 3.000 € auf 5.000 € - den Förderern sei Dank!
Beim Publikumspreis gab es keine „Zettelwirtschaft“, denn es wurde über ein digitales Abstimmungsmodul ermittelt: Das Publikum wählte mit 100% Zustimmung „Der Nazi & der Friseur“ vom Staatsschauspiel Dresden zur besten Inszenierung 2021.
Eine überaus engagierte Schülergruppe des Alten Kurfürstlichen Gymnasiums Bensheim, die, unter Anleitung des Theaterpädagogen Raphael Kassner, der Journalistin und Bloggerin Lena Kettner und des Lehrers Florian Krumb, tief in das Handwerk des Kultur-Journalismus eintauchte, begleitete das Festival. Äußerst lesenswerte und fundierte Kritiken zu den 5 Inszenierungen haben die Schüler*innen quasi über Nacht verfasst. Veröffentlicht wurden die Kritiken im Bergsträßer Anzeiger (online und print) sowie auf der Homepage der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste und auf deren Facebook-Seite.
Fazit: Wichtige Erfahrungen in puncto Digitalisierung, gute Reaktionen, eine Reichweite weit über Bensheim hinaus und Verjüngung des Publikums.
Und trotzdem: Nicht nur von den Juror*innen wurde die Sehnsucht nach dem Live-Erlebnis im Parktheater bekundet, das kommendes Jahr hoffentlich wieder möglich sein wird.