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Resümee

27. Woche junger Schauspieler*innen (11.-25.3.2022)

Mit den Preisvergaben endete die Woche junger Schauspielerinnen und Schauspieler 2022. Der Günther-Rühle-Preis geht an Lea Taake und Amelie Willberg für ihre schauspielerische Leistung in „Die verlorene Ehre des (..), Folkwang Universität der Künste. Der Publikumspreis und der Preis der SchülerInnen-Jury geht an Eidin Jalali, Darsteller des „A.“ in „Die Leiden des jungen Azzlack“, Schauspiel Leipzig.
Bürgermeisterin Christine Klein gab das Votum des Publikums bekannt, im Anschluss legte die Jury der SchülerInnen gleich nach: Einen schokoladenen Pokal in die Höhe haltend, erklärten sie ihre Begeisterung für das Stück „Die Leiden des jungen Azzlack“ und seinen Darsteller Eidin Jalali. Einer kurzen Begründung für ihre Wahl folgten Statements jedes einzelnen Mitglieds – persönlich und treffend. Berührend war insbesondere die Aussage, für einige von ihnen sei „die Woche“ ihre erste Theatererfahrung gewesen. Dass ihnen Theater etwas zu sagen habe, war für die SchülerInnen nach eigener Aussage eine „tolle Erfahrung“.
Preisträger Eidin Jalali war gemeinsam mit dem Autor und Regisseur des Stückes Marco Damghani per Videokonferenz zugeschaltet. Beide waren über ihren Erfolg überrascht und erfreut.
Die Jury des Günter Rühle Preises, Johanna Wehner, Jasmin Maghames und Erich Henrich, würdigten die außerordentliche Leistung der beiden Schauspiel-Studierenden Lea Taake und Amelie Willberg in „Die verlorene Ehre des (..)“. Der Preis ist mit 3.000 Euro dotiert. Lea Taake war mit der Regisseurin Camilla Gerstner ebenfalls per Videokonferenz zugeschaltet – aus einem Theaternebenraum –während die zweite Preisträgerin Amelie Willberg gerade für ihre Abschlussprüfung als Schauspielerin auf der Bühne stand.
Die Jury hob hervor, wie die Preisträgerinnen „als Erzählerinnen des formal strengen Lehrstücks agieren, ohne dabei vom gedanklich scharfen Vortrag ins Trockene oder plump Formalisierte abzurutschen – wie Lea Taake ihre Figur im plötzlichen Situationswechsel mit lässigem, unaufwendigem Hochstatus gegen die patriarchalische Selbstverständlichkeit ihres männlichen Gegenübers behauptet, wie Amelie Willberg unvermittelt in Rollen mit unangenehm verdrängender Energie wechselt, ohne ihre Figuren zu verraten, wie beide Spielerinnen anschließend in harten Schnitten wieder in den kühlen Bericht wechseln. Die Leistung der beiden Schauspielerinnen bezeichnete die Jury als „großartig“.